Architektur


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Zwischen dem langgestreckten Bürogebäude der Architekten von Gerkan, Marg und Partner – dem “Dampfer” – und dem Wohnhaus des Architekten öffnet sich ein für jedermann zugänglicher Platz, der den Blick auf die Elbe und den Hafen freigibt. Von hier aus gelangt man über eine Brückenrampe, die den Weg zum Ereignis macht, zum Le Canard. Das Raumkonzept des Le Canard ist aus der Kreisgeometrie des Gebäudes entwickelt. Wie der Bug des Dampfers orientieren sich die Gasträume zum faszinierenden Hafenpanorama der Elbe. Die kaskadenartige Abstaffelung der Decke zum Mittelpunkt macht die Kreisform auch im Innenraum erlebbar.

In der Wahl der Materialien, der Beleuchtung und der Farben ist hanseatisches Understatement und die Schönheit des Einfachen angestrebt. Das Holz des Fußbodens, der Wandvertäfelungen und textilen Raffrollos vor den Fenstern geben dem Raum Wärme und Behaglichkeit. Jede Anbiederung an Stile der Vergangenheit – etwa des Grand Siecle, Biedermeier oder Empire, wie bei erstklassigen Restaurants häufig üblich – wird bewusst vermieden. Vielmehr soll das Le Canard durch die Ausdrucksmittel unserer Zeit seine spezifische Identität erhalten und sich von anderen Etablissements grundlegend unterscheiden.